Leckeres Bio-Brot & mehr

von der Hof-Bäckerei Hirschtalhof

Tradition…

Schon als Kind fand ich es schön, wenn meine Oma alle zwei Wochen im großen Stil Brot gebacken und in unserem Hausgang verkauft hat. Ich kann mich noch gut erinnern, wie begeistert ihre Kunden von diesem Brot waren und kenne heute noch so manchen, der sich gerne daran erinnert.

…Abenteuer…

Mit Mitte zwanzig habe ich zwei Jahre an Bord eines Hochseeschiffs gelebt und war dort für die schiffseigene Bäckerei und die Versorgung von 300 Besatzungsmitgliedern mit Backwaren verantwortlich. In dieser Zeit hat sich meine eigene Begeisterung fürs Brotbacken entwickelt.

…Leidenschaft

Die Liebe zur Landwirtschaft und zum Arbeiten mit Lebensmitteln möchte ich auf dem Hirschtalhof vereinen. Ich möchte es meinen Kunden möglich machen, in direkten Kontakt mit der Produktion zu kommen und jeden Schritt „vom Feld auf den Tisch“ mitverfolgen zu können.

Warum Brot vom Hirschtalhof?

Zutaten

Auf meinen Feldern wachsen Dinkel und Weizen, beide Getreidearten werden in verschiedenen Variationen die Grundzutaten für meine Brote sein. Alle weiteren Zutaten sind ebenfalls nach Bio(land)-Richtlinien produziert und sollen so kurze Wege wie nur möglich haben, bis sie bei mir ankommen.

Manche Brote enthalten Vollkornmehl, dieses mahle ich schonend vor Ort mit einer ZENTROFAN-Mühle. Dieses Mehl wird es auch im Hof-Lädle zu kaufen geben.
Für das restliche Mehl bringe ich meine Körner zu einer nahegelegenen Mühle, dort wird daraus Mehl für feines Gebäck (ca. Typ 550/630) und Brot (ca. Typ 1050) gemahlen.

Der besondere Geschmack

Ausgewählte Brotsorten werde ich im Häussler Holzbackofen backen.

Gläserme Produktion

Ich möchte meinen Kunden Einblick in die Produktion geben, deshalb kannst du durch ein Fenster direkt in die Backstube schauen.

Öffmungszeiten

Späte Öffnungszeiten, voraussichtlich von 14 bis 18 Uhr, ermöglichen es auch Berufstätigen, nach Feierabend frisches Brot zu genießen.

EIGENES GETREIDE – die beste Zutat
Die vielen Jahre als Hauswirtschaftliche Betriebsleiterin, allen voran die Zeit als Küchenleitung in einem Tagungshaus, haben mich davon überzeugt, welchen Unterschied die Qualität eines Produktes in der Weiterverarbeitung und Veredelung macht. Je besser das Grundprodukt, desto schmackhafter das veredelte Produkt, umso gesünder ist es für den Körper und desto besser ist sein Aussehen oder Beschaffenheit. Dieses Ziel verfolge ich auch mit meinen Backwaren. So viele der Grundprodukte wie nur möglich, sollen vom eigenen Feld kommen, denn hier kenne ich jeden Schritt vom Samen bis zum Korn oder Mehl.

ZEIT – die wichtigste Zutat

Hast du schon einmal von der langen Teigführung gehört? Ganz allgemein gesagt bedeutet es, die Teige mit verringerter Hefe- oder Sauerteigmenge herzustellen und sie lange, meist kühl gelagert, reifen zu lassen. Dadurch haben die Teige viel Zeit, Geschmack zu entwickeln und das Wasser gut zu speichern, sodass ich ein intensiv schmeckendes Brot mit einer langen Frischhaltung erhalte. Durch das gute Verquellen der Teigbestandteile entsteht eine bessere Bekömmlichkeit – eine lange Teigführung baut u.a. FODMAPs ab (bestimmte Kohlenhydrate und Zuckeralkohole, die im Dünndarm schlecht aufgenommen werden und bei Betroffenen Symptome wie Bauchschmerzen und Blähungen auslösen), die Gebäcke erhalten eine intensivere Krustenfarbe, eine elastischere Krume und vor allem einen ausgezeichneten und röschen Geschmack. Ein positiver Nebeneffekt ist natürlich auch, dass Teige bequem vorbereitet werden können und ich mich am Backtag „nur noch“ um meine Öfen, sowie das Backen kümmern muss. Ich persönlich bin total überzeugt davon.

SAUERTEIG – die natürlichste Zutat
Brot mit wenig Hefe oder ganz ohne industrielle Triebmittel zu backen, ist eine der ursprünglichsten und ehrlichsten Formen des Brotbackens, darum liebe ich es, mit Sauerteig zu backen. Statt mit viel Hefe in kurzer Zeit, arbeite ich hier mit Geduld, natürlicher Reife und echtem Handwerk. Sauerteig ist eine Mischung aus Mehl und Wasser, die durch Gärung lebendig wird. Die enthaltenen Milchsäurebakterien und wilden Hefen sorgen nicht nur dafür, dass der Teig aufgeht. Sie bewirken eine bessere Verträglichkeit, längere Haltbarkeit, natürliche Mineralstoffaufschließung und ein herrliches Aroma. Ein Sauerteig benötigt natürlich mehr Zeit und Pflege als die Hefe, aber ich finde er macht das im Geschmack wieder wett.
Trotzdem enthalten meine Brote teilweise auch etwas Hefe, einfach zur Unterstützung und weil Hefe nicht so empfindlich im Umgang ist. Wenn ich Hefe verwende, dann nur in Kombination mit langer Teigführung.

BIO – die sinnvolle Zutat
Von Bio bin ich überzeugt. Besonders davon, keine Pestizide auf meinen Feldern auszubringen und MIT dem Boden und der Natur zu arbeiten. Wichtig ist mir auch, meinen Tieren ein artgerechtes und schönes Leben zu bieten, dafür, dass sie für mich produzieren. Und weil mein Betrieb bio-zertifiziert und obendrauf noch Bioland-zertifiziert ist, darf ich auch nur Produkte verarbeiten, die Bio sind. Das macht das Brot etwas teurer (die Kontrollen für die Bio-Zertifizierung kosten Geld, das Saatgut ist teurer und der Ertrag geringer), dafür kannst du dir aber absolut sicher sein, dass nur Bio drin ist und du dir und der Natur etwas Gutes tust. Auch der Strom, mit dem ich meine Geräte in der Hof-Bäckerei betreiben werde, ist „grün“. Er wird von der Photovoltaik-Anlage meines Bruders auf unserem Gelände erzeugt.

Ein Blick zurück…

Beim Recherchieren und Durchforsten unserer Bilder ist mir aufgefallen, dass das Gebäude, in dem die zukünftige Hof-Bäckerei und das Hof-Lädle entstehen, schon so manche Verwandlung erlebt hat.
1963 als Kuhstall gebaut, wurde es einige Jahre später dann zum Schweine- und Kuhstall umfunktionert. Als meine Eltern die Schweinezucht ausbauten, wurde dieser Teil des Gebäudes zum „Aufzuchtstall“, in dem jede Muttersau ein eigenes Abteil zur Verfügung hatte, in der sie frei herumlaufen konnte. Gleichzeitig wurde der Liegeplatz der Ferkel so konstruiert, dass die Ferkel eine kleine Hütte mit „Fußbodenheizung“ hatten, in der sie schlafen konnten, ohne Gefahr zu laufen, von der Mutter erdrückt zu werden. Und dann stand dieser Stall 20 Jahre leer – wie schön, dass wir ihn nun wieder mit Leben füllen können!

Ich freue mich darauf,
dass Hof-Bäckerei und Hof-Lädle bald ihre Türen öffnen
und ich dich hier begrüßen kann!

Bis dahin findest du immer wieder Updates hier auf der Webseite unter Aktuelles oder auf Instagram.

Das Vorhaben „Umbau eines ehemaligen Stallgebäudes zur Backstube mit Verkaufsraum“ wird im Rahmen des Programms „Förderung von Investitionen zur Diversifizierung gefördert.

Im Rahmen des Programms „Förderung von Investitionen zur Diversifizierung“ wird die Schaffung zusätzlicher Einkommensquellen aus selbständiger (landwirtschaftsnaher) Tätigkeit unterstützt, um damit einen Beitrag zum Erhalt der Betriebe und der Stärkung der Wirtschaftskraft des ländlichen Raumes zu leisten. Damit wird ein Beitrag zu den Zielen SO7 (Unterstützung des Generationswechsels) und SO8 (dynamische ländliche Entwicklung) im GAP-Strategieplan Deutschland geleistet.