Aktuelles
vom Bioland-Hof Hirschtalhof
Der Weg der Linse
Weißt du, wie eine Linsenpflanze aussieht? Ich hatte bis letztes Jahr keine Ahnung! Dabei wurden noch vor 100 Jahren Linsen in unserer Region angebaut.
Weil ich selbst liebend gerne Linsen esse (unter anderem im indischen Dal) und weil sie ein weiteres Glied für meine Fruchtfolge sind, habe ich mich 2025 das erste Mal an diesen Anbau herangewagt.
Froh bin ich, dass ich meinen Papa habe, der dieses „Experiment“ mit mir durchführt und auch meinen Bioland Ackerbau-Berater, der uns schon mit vielen guten Tipps versorgt hat.
Heute will ich im Zeitraffer ein bisschen erzählen, welche Schritte wir bisher gegangen sind, um am Ende die leckeren Linsen ernten zu können.


Bilder oben und rechts:
Dann hieß es abwarten.
Bevor die Linsen- und Haferpflänzchen die Erdoberfläche durchstossen hatten, haben wir gestriegelt (man nennt das blind striegeln). Dies hat zum Ziel, eventuell gekeimte Unkräuter herauszureißen. Diese liegen weiter oben als Linsen und Hafer, deren Samen relativ tief gesät werden. Dadurch werden die keimenden Linsen und Hafer nicht beschädigt.
Ende April, nach einer sehr langen Trockenphase, haben wir dann ein zweites Mal gestriegelt. Der Striegel arbeitet im Idealfall dabei so, dass er 70% der Unkräuter verschüttet und 30% herausreißt. Auch die Kulturpflanzen werden verschüttet (siehe großes Bild rechts) und man kriegt echt einen Schreck, wie wenig Pflanzen man nach dem Striegeln noch sieht. Aber weil die Kulturpflanzen bereits gut verwurzelt und kräftig sind, können sie sich wieder aufrichten. In unserem Fall waren Linsen und Hafer dann doch ziemlich mitgenommen – vermutlich deshalb, weil es so lange trocken und zu warm für den April war.
Erst nach ausgiebigem Regen ab dem 5. Mai haben sich die Pflänzchen erholt und sind dann recht schnell gewachsen.






Bilder oben:
Nachdem von August 2025 bis März 2026 Zwischenfrucht auf dem zukünftigen Linsenfeld stand (eine Mischung aus vielen verschiedenen Pflanzen, die für Bodenbedeckung, gute Durchwurzelung sowie Material für die Bodenlebewesen sorgt), wurde im März zuerst gepflügt und dann zur Saatbettvorbereitung zweimal geeggt.
Anfang April haben wir dann eingesät: Eine Mischung aus 1/3 Hafer und 2/3 Linsen. Die Linsen benötigen eine Stütze, an der sie emporwachsen können, deshalb säen wir Hafer mit ein.




Bilder unten (links):
Leider haben wir im Hirschtal eine echte Wildschweinplage, die auf der Suche nach „Bodenschätzen“ immer wieder Schaden in unseren Feldern verursachen. Das Linsensaatgut ist sehr teuer, deshalb zäunen wir das Linsenfeld mit einem Elektrozaun ein. So können die Wildschweine nicht auf dieses Feld.
Stand heute ist das Feld dicht bewachsen und es geht den Pflanzen gut. Nun muss alles noch in die Höhe wachsen und natürlich Ähren und Linsen bilden. Leider haben wir den „weißen Gänsefuß“ mit dem Striegeln nicht ganz schachmatt gekriegt. Aus diesem Grund sind wir dieser Tage immer wieder auf dem Feld beim „Unkraut jäten“ zu finden. Das macht nicht gerade Spaß, aber ich bin vom ökologischen Anbau überzeugt, und davon, keine Pflanzenschutzmittel zu verwenden. Deshalb bleibt uns keine andere Wahl als in Handarbeit (in diesem Fall) das Unkraut zu bekämpfen!

Backstuben-Impressionen…






Im Moment arbeiten wir am Trockenbau und ich kann mir mehr und mehr vorstellen, wie die Hof-Bäckerei nachher aussehen wird – da kommt bei mir richtig viel Vorfreude auf!
Seit gestern „öffnen“ wir die Backstube, sowie das Hof-Lädle nach außen. Heißt, wir schneiden und brechen Löcher in die Außenwand, so dass das Hof-Lädle mit einer schönen, großen Tür ausgestattet werden kann und die Backstube mit größeren Fenstern. Voraussichtlich übernächste Woche kommen dann die neuen Fenster und die große Tür rein.
Dann muss noch viel gefließt, gestrichen und gereinigt werden. Zum Schluss natürlich der Einbau der Einrichtung und der Aufbau der Geräte. Ganz besonders spannend wird der Einbau des Holzbackofens werden. Dazu dann zu gegebener Zeit mehr.




Herzlich willkommen!
Gut Ding will Weile haben sagt man, aber die Entstehung dieser Webseite war nun doch eine ganz schön langwierige Sache. Jetzt ist sie aber endlich online und ich freue mich, dass du hier reinschnupperst – viel Freude dabei!
Hier an dieser Stelle werde ich immer wieder über die aktuellen Ereignisse auf dem Hirschtalhof berichten, allen voran über die Entstehung meiner Hof-Bäckerei.
Aber auch Interessantes und Aktuelles zu unseren Tieren, der Arbeit auf dem Acker und was es sonst noch Alltägliches oder auch Besonderes auf einem Bio-Hof zu tun und zu erleben gibt.
Ich freu mich, wenn du hier immer wieder vorbeischaust!

